Das St. Peter Kastell in Bodrum
Der heutige Name der antiken Stadt Halikarnassos ist Bodrum. Diese Stadt erlebte als erste türkische Stadt einen regelrechten Reiseboom. Das Kastell St. Peter ist die größte Attraktion von
Bodrum und direkt am Hafen gelegen. Im Jahre 1406 begannen die Johanniter damit, dieses Kastell zu bauen. Es wurden fünf Türme errichtet, (
Spanischer Turm, Französischer Turm,
Italienischer Turm,
Deutscher Turm und Englischer Turm), welche die Nationalitäten seiner Bewohner repräsentieren sollten.
Der Löwenturm (Englischer Turm) war das erste Bauwerk außerhalb Englands, welches mit Steuermitteln finanziert wurde. Das Kastell wurde so konstruiert, dass garantiert werden konnte, dass es jedem Angriff standhält. Dafür sorgte zusätzlich ein landseitiges Bollwerk und ein Burggraben. Sogar eine sichere Wasserversorgung hatte die Burg. Süleyman der Prächtige eroberte 1523
Rhodos und somit kam auch Bodrum unter osmanische Herrschaft. Die Kreuzritter zogen weiter nach
Malta und nach Jahrhunderte langem Verfall der Burg diente sie später als Verlies. Einheimische Schwammtaucher nutzten sie ab 1960 als Lager für ihre Funde und es entwickelte sich daraus eine türkisch-amerikanische Initiative zur Erhaltung der Burg. Auch ein Museum für Unterwasserarchäologie wurde eingerichtet, dessen ausgestellte antike Wracks weltweit bekannt sind. Die unbezahlbaren Ausstellungen des Museums sind das Ergebnis von über 20.000 Tauchgängen der Schwammtaucher, den Restauratoren sowie den umfangreichen Recherchen der Experten. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Bodrum und dem amerikanischen Institute of Nautical Archaeology ist es möglich, die Schätze zu bewahren und anschaulich zu präsentieren. Ausgestellt ist beispielsweise ein Schiffswrack der Bronzezeit aus dem 14. Jahrhundert, welches einen Eindruck vom Seehandel der Antike vermittelt. Im Glaswracksaal findet der Besucher die originalen Holzplanken eines fatimidisch-byzantinischen Schiffs, welches im Jahre 1025 sank. Man fand im Inneren des Wracks Glasscherben und Rohglas. Diese Fundstücke sind teilweise neben mykenischen Glaskugeln und Glas aus Damaskus im Glassaal des Kastells zu sehen.

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Neben der Kapelle, die sich im Inneren der Burg befindet, gibt es noch eine Amphorenausstellung. In der Antike wurden Öl, Wein und Lebensmittel in irdenen Schüsseln und Krügen transportiert, welche dort in den verschiedensten Formen gezeigt werden. Das Sankt Peter Kastell ist das markanteste Wahrzeichen Bodrums und eine wirklich beeindruckende Sehenswürdigkeit, für welche sich der Urlauber unbedingt ein paar Stunden Zeit nehmen sollte.

Sehenswürdigkeiten in der Türkei: Das Sankt Peter Kastell in Bodrum
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