Djamaa ez-Zitouna (Die Ölbaummoschee)
Die Djamaa ez-Zitouna ist das größte und ehrwürdigste Heiligtum in Tunis. Sie liegt im Zentrum der Medina (Altstadt) und ist aufgrund ihrer Größe ein wichtiger Markierungspunkt innerhalb der Kasbah. Rings um die Moschee erstreckt sich das Marktviertel, welches hier traditionell einem ganz bestimmten Wirtschaftszweig zugeordnet ist. Die Entstehung der Moschee selbst geht bis auf das Jahr 698 zurück, wurde dann aber vom Aghlabiden Emir Ibrahim Ibn Ahmed im 9. Jahrhundert vollständig erneuert.
In den nachfolgenden Dynastien wurde die ez-Zitouna immer wieder umgebaut und verschönert. Beispielsweise war Sie im 14. Jahrhundert eine der wichtigsten Lehrstätten des Islam, verlor jedoch nach dem Bau der
Universität in Tunis als Bildungsstätte an Bedeutung. Lediglich die Bibliothek, gegründet vom Sultan Abu Uthman im Jahre 1450, welche sich im Hauptschiff östlich des Gebetssaals befindet, erinnert noch an den damaligen Hochschulkomplex. Hervorgehoben ist die Bedeutung des Hauptschiffes durch seine Höhe und Breite sowie durch den Bau zweier Kuppeln an beiden Enden. Leider bleibt der prachtvolle 15-Schiffige Gebetssaal für Nichtmuslime verschlossen. Ein beeindruckendes Beispiel ziridischer Kunst aus dem 11. Jahrhundert ist die Kuppel des "Bahou", die oberhalb des Eingangs zum Gebetssaal liegt. Der Innenhof selbst, umgeben von 184 Säulen, fasziniert mit seinen Galerien und dem Minarett. Die Namensgebung der Moschee ist allerdings umstritten. Der Sage nach wuchs im Innenhof ein prachtvoller Ölbaum der von den Umbauten lange Zeit nicht berührt wurde.
Sehenswürdigkeit in Tunesien: Die Ölbaummoschee / Djamaa ez-Zitouna
Außerhalb der Moschee kann der Besucher noch einen der zwei Ecktürme erkennen, der noch an die Verteidigungsrolle des Monuments erinnern. Die Besichtigung dieser Heiligen Stätte, obwohl nur teilweise für Nichtmuslime, sollte trotz allem unbedingt bei Ihrem Tunesienurlaub eingeplant werden. Dennoch ist es ratsam sich vorab über Öffnungszeiten und Feiertage zu informieren, da an Islamischen Feiertagen der Zutritt nur begrenzt erlaubt ist. Aber auch die Medina an sich mit Ihren engen Gassen und Verstecken ist schon eine Entdeckungsreise wert.
Springe zu:
Liste der Sehenswürdigkeiten in TunesienBewerte diese Seite:
0 von 5 Sternen durch 0 Stimmen.