Sehenswürdigkeiten in Ägypten: Totentempel des Amenophis III. und Memnonkolosse
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Memnonkolosse und Totentempel des Amenophis III.

Nationalflagge: Ägypten
Der Totentempel des Pharao Amenophis III. war einst der größte Tempel in Ägypten und befand sich in Theben-West etwa drei Kilometer westlich des Nils. Er wurde zwischen 1385 und 1351 v. Chr. vom Baumeister und Architekten Amenophis (Sohn des Hapu) entworfenen und erbaut. Der Tempelbereich wurde von einer 8,5 Meter starken und etwa 700 Meter langen Mauer aus Ziegeln umschlossen.
Der innere Teil wurde in mehrere, voneinander abgeschlossene Bereiche untergliedert, wobei sich der Haupttempel im Südteil der Anlage befand. Der Tempel wurde mit Hunderten von Sachmet-Statuen, Alabaster- und Sandsteinsphinxen sowie einer lebensgroßen Flusspferdstatue aus Alabaster ausgestattet. Auch den Säulenhof vor dem Tempelhaus schmückten Statuen des Königs Amenophis III. Innerhalb der äußeren Umfassungsmauer wurden Nebengebäude aus Ziegel, Gärten, Seen und sowie kleinerer Tempel errichtet. In Anbetracht der Größe der Tempelanlage ist leider wenig davon verblieben. Da der Tempel zum größten Teil aus Lehmziegeln bestand, verfiel er relativ schnell. Die Teile, welche nicht aus Lehmziegeln gefertigt wurden, verwendeten die späteren Pharaonen für den Bau ihrer eigenen Totentempel. Bis zum Jahr 1204 vor Christus war der größte Teil des Tempels bereits zerstört. Außer den Zwillingsstatuen des Königs Amenophis III. an der Ostseite des Tempels und den Memnonkolossen (siehe Abbildung) ist heute kaum noch etwas erhalten. Im Jahr 2004 wurde der Tempel des Amenophis III. vom World Monuments Fund auf die Liste der am meist gefährdeten Kulturdenkmäler gesetzt.

Memnonkolosse
Memnonkolosse in Theben, Sehenswürdigkeiten in Ägypten
Sehenswürdigkeiten in Ägypten: Die Memnonkolosse in Theben

Die zwei nebeneinander stehenden, alt-ägyptischen Kolossalstatuen aus dem 14. Jahrhundert vor Christus (die Memnonkolosse) befanden sich vor den Pylonen des Eingangs zum Tempel des Amenophis III. Die Gesamthöhe beider Statuen betrug ursprünglich 21 Meter. Heute stehen sie westlich der Stadt Luxor, etwa drei Kilometer vom Westufer des Nils entfernt direkt an der Straße zur Nekropole von Deir el-Bahari mit dem Totentempel der Hatschepsut. Die stark beschädigten Statuen stellen den König Amenophis III. dar, der auf einem Thron sitzt und in Richtung Nil blickt. Leider sind die Gesichtszüge des Pharao nur noch schwer erkennbar und auch die Kronen auf den Köpfen der Statuen fehlen.

Neben den Beinen der Kolosse befinden sich im wesentlich kleinerem Maßstab aufrecht stehende Frauengestalten. Die Statue am rechten Bein stellt die Gemahlin des Amenophis III. dar und die am linken Bein seine Mutter Mutemwia. Die Seiten des Thrones wurden mit Gottesdarstellungen und ägyptischen Hieroglyphen geschmückt. Noch gut erkennbar ist die Darstellung von Hapi, dem Gott der Nilüberschwemmung, wie er Lotuspflanzen mit Papyrusstauden zusammenbindet, als Symbol für ein vereintes Ägypten.

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